Sonntag, 15. Januar 2012

Windows ohne Maus

ich habe mich in den letzten Tagen intensiv mit dem  brandneuen Samsung Slate Windows Tablet auseinandergesetzt. Hier hat man den klarsten Blick darauf, was ab 2012 weiter die Software-Welt verändern wird. Es ist angenehm, Windows ohne Maus zu bedienen. Ich erinnere mich an die  damalige durchgängige Beanstandung der ra-micro DOS Benutzer, die gar nicht einsehen wollten und konnten, wozu man dieses zusätzliche Instrument Maus brauchen sollte, - man war ja ohne voll zufrieden und hatte eine solche nie vermisst.  Wenn man damit arbeitet, vermisst man keine Maus.

Das Geschenk, das Mr. Steve Jobs der Menschheit gemacht hat:  den Nachweis zu führen, dass man auch ohne Maus und Tasten als Computer Nutzer sehr zufrieden sein kann, fängt jetzt an  sich in die bisher festgefügten Windows Welt hineinzufressen,  Windows 8 wird der Anfang eines Umbruches sein, der der Veränderung von DOS zu Windows  aus Nutzersicht vergleichbar ist.

Gleich damals bedeutet das, das die bisherige Software zum alten Eisen gehört,  alle Bedien- und Sehgewohnheiten müssen überdacht und überarbeitet werden.

Als erstes können wir jetzt alle rund 100 Mitarbeiter in der ra-micro Produktion mit neuen Touch-Screen Geräten ausrüsten. Denn wir die neue Welt in ra-micro abbilden wollen, müssen wir zuerst die Veränderung in die Köpfe der Software-Entwicklung einpflanzen. Wenn wir die Geräte getestet haben, werden wir entsprechende Empfehlungen in der Musterkanzlei veröffentlichen.

ra-micro  Nutzung auf dem einem WindowsTablet ist noch kein Vergnügen, denn die erste Überraschung ist, dass auf dem Windows Tablet große Schriften (125%) der Standard ist, damit das gut lesbar ist.  Dafür ist aber leider ra-micro nicht entwickelt, sondern für normale Schriftgröße 100%, - das hat ja keiner vorhergesehen. Das bedeutet jetzt, dass wir jede einzelne Maske in ra-micro, - das mögen vielleicht 500 sein, auf dieses Format prüfen und ggfls. programmseitig anpassen müssen, was teilweise Umgestaltungen  bzw. Umpositionierungen auch der Bedienelemente bedeutet.. Das ist erst einmal der erste Schritt, um ra-micro auf Windows Tablets, - die mit  Windows 8 ebenso wie das Ipad eine verbreitete mobile Nutzungsart bilden werden - dann  als produktives Rationalisierungsinstrumen freigeben  und empfehlen zu können.  Im nächsten Schritt müssen dann sämtliche Schaltflächen, die ja für die Mausbedienung konzipiert und gestaltet sind, für die Fingerbedienung (wir müssen auch an große Finger übergewichtiger Nutzer denken) umzugestalten, so dass die einfach getroffen werden können.  Sicherlich bieten auch Tablets die Möglichkeit einer Stiftbedienung, aber das "Gestocher" mit dem Stift auf dem Bildschirm ist eine Krücke, eine Notlösung und schlechter als eine herkömmliche Maus: Wer sich für ein Tablett entscheidet braucht darauf neue Software, die für die Fingerbedienung optimiert ist, -  d.h. jetzt beginnt ein jahrelanger Prozess des Umdenkens und der Umgestaltung für die Windows Softwarebranche.

drb

Sicher ist jedenfalls, 2012 wird ein besonders arbeitsreiches Jahr bei ra-micro, in dessen Zentrum die Bediener-Schnittstelle, die Oberfläche stehen wird.

2 Kommentare:

  1. Wenn nur mehr Anwälte den Prozess des Umdenkens endlich einleiten wūrden...

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  2. Solange das Navigationssystem im Auto noch auf die Frage "Wo bin ich ?" immer noch antwortet: "Ich verstehe Sie nicht - bitte wiederholen" oder man mitten in den Alpen, die Fähre nehmen soll stehe ich dem Hype der Touch-Bedienung persönlich eher skeptisch gegenüber. Fettverschmierte Bildschirme werden an der Tagesordnung sein, die Ausgaben für Glasrein exorbitant steigen und Putzfrauen, welche bisher einen großen Bogen um Rechner machen sollten, müssen umdenken.. :-)

    RA-Micro vollständig bedienbar mit Touchscreen ? Gibt es da nichts wichtigeres ? Wäre nicht der erste Schritt eine humane bedienbare Oberfläche zu schaffen, welche mehr dem State of Art entspricht ? Die vielen kleinen und großen Fehler auzuarbeiten als sich ständig auf Neues zu stürzen.

    Sicherlich der Hype ist da, aber wohin führt dieser, vom papierlosen Büro wurde schon vor 20 Jahren geredet, Papierlieferanten verzeichnen seitdem steigende Absatzzahlen ... und die Papierflut nimmt doch eigentlich zu. Solange es noch nicht einmal der Gesetzgeber schafft, eine saubere ordentliche EGVP Lösung hinzu bekommen - was dann ?

    Ich begrüße es, das im Jahr 2012 die Benutzerschnittstelle im Vordergrund stehen soll. Aber was ist mit den unendlich vielen kleinen Ungereimtheiten im Progamm, den Verbesserungen im Ablauf einzelner Programmteile mehr angelehnt an die Erfordernisse von Kanzleien - näher an der Realität von Abläufen, Meines Erachtens sollte man nicht noch mehr Baustelen auf bereits vorhandenen Baustellen aufmachen - man verliert irgendwann die Übersicht.

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